Bindegewebsblockaden

Das Bindegewebe des Menschen meint vor allem den Bereich zwischen Haut und Muskeln. Es ermöglicht sozusagen, das „Fell über die Ohren“ zu ziehen.

Nun haben wir zwar nicht mehr so ein Fell wie unsere Hunde und Katzen usw., aber an ihnen kann man gut sehen, wie flexibel das Bindegewebe unter der Haut eigentlich ist. Die Hunde- oder Katzenmutter kann ihre Kinder leicht am Fell tragen.

So locker ist unser Bindegewebe meist nicht. In der Regel ist es eher verklebt, wenig verschieblich und meist nicht abhebbar.

Aber eine gute Beweglichkeit ermöglicht es diesem Bindegewebe erst, seine Aufgaben zu erfüllen. Sie ist Aufenthaltsort von Nerven und vielerlei Gefäßen. Dort werden Flüssigkeiten gesammelt und über Lymphbahnen abgeführt. Säuren aus den Faszien der Muskeln, große Moleküle aus dem Gewebe, eingedrungene Keime und auch abgebaute Zellreste werden hier abgeleitet und eingesammelt. Doch dazu darf das Gewebe nicht zu verklebt und vernetzt sein. Sonst bleiben zu viele Stoffe kleben, die eingentlich eingesammelt und entsorgt werden sollten.

Wer einmal versucht, sein Bindegewebe mit einer Falte zu verschieben (siehe Bild), kann gut feststellen, wie fest sein Gewebe gerade ist. In den verklebten Bereichen ist es durchaus druckempfindlich oder sogar schmerzhaft. Neue Erkenntnisse zeigen, dass selbst Bindegewebe alleine über seine Nerven Rückenschmerzen erzeugen kann.

Die Bindegewebsbehandlung versucht nun mit verschiedenen Methoden, die notwendige Beweglichkeit wieder herzustellen.

 

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